Geschichte

 

 
 

Die Mühlengeschichte von Borbjerg Mølle geht in das 15. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1414 fiel die Mühle in den Besitz des Bistums Ribe, allerdings kam es wiederholt zu gerichtlichen Streitigkeiten über deren rechtmäßigen Eigner. Borbjerg Mølle gehörte im Laufe ihrer Geschichte zu den Landsitzen Eskjær, Landting und Stubber Kloster. Im 18. Jahrhundert gehörte die Mühle als Pachthof zum Schloss Rydhave, wurde aber 1803 durch einen der Pächter übernommen.

Neben dem Mühlenbetrieb wurden hier Landwirtschaft, eine Bäckerei und ein Torfwerk betrieben. 1931 wurde die Gartenwirtschaft eingerichtet. Zu dieser Zeit wurden die Landdistrikte elektrifiziert, sodass die Landwirte nun ihr Korn mit elektrischen Mühlen mahlen konnten. Der Mahlgang der Mühle ist eine dekorative Erinnerung. Auch das Mühlrad ist erhalten und wird immer noch aus dem Mühlensee angetrieben. Durch den Bach Hellegård Å fließt dass Wasser anschließend zehn Kilometer nach Norden und mündet an der Venø Bugt in den Limfjord.

600 Jahre lang war es die größte Pflicht der Müllerfrau, die Mühlengäste zu empfangen und zu bewirten. Damals saß man in der privaten Stube des Müllers und genoss den Kaffee und das frisch gebackene Brot. Heute wird diese Arbeit nicht mehr durch die Müllerfrau ausgeführt, sondern durch ausgebildete Köche und das freundliche Personal, welches diese schöne Tradition weiterführt. Seit 1987 befindet sich das Hotel im Besitz von Esther Jensen, die durchgreifende Renovierungen durchgeführt und dem Hotel ein spannendes afrikanisches Gepräge gegeben hat.

Vergessen Sie nicht einen Besuch im Mühlenkeller und Mühlenmuseum. Hier erhalten Sie einen Eindruck der Atmosphäre an der Mühle in früherer Zeit. Im kleinen Museum sind der Alkoven der Müllergesellen zu sehen, außerdem historische Schriftstücke und Bilder. In der Rezeption kann man das Büchlein „Borbjerg Mølles historie” erwerben. Hier erzählt Esther Jensen die Geschichte des Betriebs bis in heutige Zeit.